23.03.2012

Energiepolitische Gespräche der CDU-Fraktion

CDU-Delegation in Schweden: Vattenfall steht weiter zur Lausitz

Im Rahmen ihrer energiepolitischen Gespräche hat sich eine Delegation der CDU-Fraktion in Stockholm mit Vertretern der Vattenfall-Zentrale zu einer Beratung getroffen. 

Energiepolitische Gespräche der CDU-Fraktion
CDU-Delegation in Schweden: Vattenfall steht weiter zur Lausitz
Im Rahmen ihrer energiepolitischen Gespräche hat sich eine Delegation der CDU-Fraktion in Stockholm mit Vertretern der Vattenfall-Zentrale zu einer Beratung getroffen.
Das Treffen fand statt mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Michael Schierack, dem wirtschaftspolitischen Sprecher, Dierk Homeyer, dem Sprecher für Energiepolitik, Steeven Bretz, und dem Leiter der Strategieabteilung des Konzerns, Jan Greisz, und  dem Vizepräsidenten und Leiter der Abteilung Public & Regulatory Affairs bei Vattenfall, Jöran Hägglund.
Die Abgeordneten bekamen einen detaillierten Einblick in die langfristige Strategie des Unternehmens. In der offenen Präsentation des Konzerns wurde deutlich, dass Vattenfall einen Großteil seines Gewinnes in Ostdeutschland erwirtschaftet. Damit spielt das Lausitzer Revier die herausragende Rolle im Konzern. Die Abgeordneten informierten über das Meinungsbild, die politische und kommunale Situation sowie die Erwartungen der Betroffenen in der Lausitz.  Sie forderten bei allen relevanten Entscheidungen des Konzerns ein hohes Maß an Transparenz.
Für die Abgeordneten war es wichtig, dass sie direkt mit den Verantwortlichen über die Strategie des Konzerns in der Lausitz  in Schweden reden und um ihre Sichtweise zum weiterhin notwendigen Braunkohleabbau in der Lausitz darstellen konnten. Es ist für die Region auch ein ermutigendes Signal gewesen, dass Vattenfall bis 2016 plant, mehr als 2 Milliarden Euro in die Region zu investieren. Das gibt den einheimischen Zulieferern und den Mitarbeitern Sicherheit.
Auch ein Großkonzern wie Vattenfall braucht aber für seine strategischen Planungen sichere politische Rahmenbedingungen. Daher ist ein Zaudern und Zögern der letzten linken Landesregierung hierbei mehr als kontraproduktiv. Deswegen ist es auch verständlich, dass sich der Konzern noch offen lässt, wie er weiter mit einem Kraftwerksneubau in Jänschwalde verfahren will.
 
Ein weiteres Gesprächsthema war die Akzeptanz in der Bevölkerung. Im Gegensatz zu Deutschland stehen 90 Prozent der schwedischen Bevölkerung hinter der klimafreundlichen Kernkraft. Die Schweden gehen pragmatischer mit der Energieerzeugung um. Es ist für die Lausitz ein gutes Signal, dass Vattenfall auch weiterhin auf die Braunkohle setzt. Eine klimafreundliche Lösung für die Abgase muss aber schnell gefunden werden.
 
Die Delegationsteilnehmer waren sich einig, dass der Dialog mit Vattenfall über die Chancen und Risiken und über die Akzeptanz bei der Bevölkerung für den Abbau der Braunkohle weiter fortgeführt werden muss.
 
Veranstaltungshinweis:Die CDU-Landtagsfraktion wird am 27. April 2012 eine Konferenz über die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz in Cottbus durchführen. Im Hotel Radisson Blu werden dann Experten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltungen, über die Chancen der Region diskutieren.
 

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