CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg

Sonderausschuss BER

Rainer Genilke: Erneute Rolle-Rückwärts beim Flughafen BER

Fast genau ein Jahr nach der Annahme des Volksbegehrens für ein Nachtflugverbot am Flughafen BER wurden die Initiatoren im Sonderausschuss angehört. Kurz danach informierte Flughafenkoordinator Bretschneider, dass die BER-Nordbahn nicht mehr in diesem Jahr saniert werden würde.
Rainer Genilke, infrastrukturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, sagt dazu:
 
„Wir er­le­ben er­neut eine Rol­le-Rück­wärts beim Flug­ha­fen BER. Wie­der ein­mal ver­ab­schie­den sich die BER-Ver­ant­wort­li­chen von Be­re­chen­bar­keit und Se­rio­si­tät. In einer un­trag­ba­ren Form (per Mail vor­ge­le­sen durch Flug­ha­fen­ko­or­di­na­tor Bret­schnei­der) gibt Flug­ha­fen­chef Meh­dorn den Plan auf, die Nord­bahn am BER in 2014 zu sa­nie­ren. Das be­deu­tet, dass der Flug­ha­fen noch er­heb­lich teu­rer wird und eine Er­öff­nung vor 2016 höchst un­wahr­schein­lich ist.  Auf­grund des drin­gen­den Klä­rungs­be­darfs haben alle Op­po­si­ti­ons­frak­tio­nen eine Son­der­sit­zung des Aus­schus­ses für kom­men­den Don­ners­tag, um 18.30 Uhr, be­an­tragt. 
 
Ver­trös­ten und Hin­hal­ten – dies scheint an­sons­ten die Tak­tik der Lan­des­re­gie­rung beim Um­gang mit dem er­folg­rei­chen Volks­be­geh­ren zu sein.
 
Mo­na­te­lang gibt es nur Poe­sie zum Stand der Ver­hand­lun­gen aber keine sub­stan­ti­el­len Aus­sa­gen.  Erst im Ja­nu­ar hör­ten wir, dass es bis­her keine Er­geb­nis­se gibt und Mi­nis­ter­prä­si­dent Wo­id­ke be­zeich­ne­te ein er­wei­ter­tes Nach­flug­ver­bot wenig spä­ter sogar als ,Il­lu­si­on’. An­ge­sichts die­ser Aus­sa­gen sind Zwei­fel an der Glaub­wür­dig­keit der Lan­des­re­gie­rung mehr als ge­recht­fer­tigt.
 
Der Um­gang der Lan­des­re­gie­rung mit dem Volks­be­geh­ren wurde durch die heu­ti­ge man­geln­de Prä­senz im Son­der­aus­schuss deut­lich. Es ist be­schä­mend, dass der Mi­nis­ter­prä­si­dent oder sein Stell­ver­tre­ter bei der An­hö­rung der In­itia­to­ren des Volks­be­geh­rens am Flug­ha­fen BER nicht an­we­send waren.“