Mit einem Fragenkatalog startete die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und arbeitsmarktpolitische Fachsprecherin der CDU-Landtagsfraktion zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Dieter Dombrowski und Gordon Hoffmann ihre Besuche in Pflegeeinrichtungen in ganz Brandenburg. Von der Prignitz bis Elbe-Elster, vom Oderbruch bis ins Havelland plant die Sozialpolitikerin der CDU-Fraktion Gespräche mit Leitern von Pflegeeinrichtungen, Pflegenden und zu Pflegenden.
Im Vordergrund der Gespräche steht die Situation der Menschen vor Ort. Wie gut ist die Ausbildung der Pflegenden? Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Beschäftigungsbedingungen für die in Pflegeberufen Tätigen zu verbessern? Was ist vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung notwendig, um den künftigen Pflegebedarf zu decken?
Roswitha Schier sagt dazu: „Die meisten Brandenburger kommen mit dem Thema Pflege früher oder später in Berührung – als Angehörige oder zu Pflegende. Zudem arbeiten schon heute rund 30.000 Brandenburger in Pflegeberufen. In den nächsten Jahren werden wir bedeutend mehr Menschen brauchen, die sich um Mitmenschen kümmern können. Wichtig ist daher, heute zu erfragen, wie es um die Pflege in Brandenburg steht und welche Maßnahmen für die Zukunft der Pflege ergriffen werden sollten. Dabei können die Probleme und Anforderungen in der Pflege unterschiedlich im Land ausgeprägt sein – daher ist umso wichtiger, dass alle Landesteile Brandenburgs in den Prozess und Dialog für die Zukunftsgestaltung der Pflege einbezogen werden.“
Zum Auftakt der Pflegetour besuchte Roswitha Schier zusammen mit Dieter Dombrowski und Gordon Hoffmann gestern die Pflegeeinrichtungen Ambulante Pflege Liane Zucht, Seniorenpflegezentrum Am-Clara-Zetkin-Park in Wittenberge sowie Ambulant betreutes Wohnen in Karstädt. Die Pflegetour durch Brandenburg ist für die nächsten Monate angesetzt. Nächste Stationen sind Pflegeeinrichtungen in der Uckermark und in Elbe-Elster.
Hintergrund:
Der Handlungsdruck in der Pflege ist in Brandenburg besonders groß. Durch die zunehmende ältere Bevölkerung – die Zahl der über 80 Jährigen steigt zwischen 2012 und 2030 von etwa 120.000 auf fast 250.000 – wird es mehr Pflegebedürftige geben. Bis zum Jahr 2030 ist mit einer Zunahme um 70 Prozent auf mehr als 160.000 Pflegebedürftige zu rechnen.
Daraus ergibt sich ein erheblicher Bedarf an Pflegepersonal – von etwa 29.000 in 2011 auf mehr als 54.000 in 2030. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter um fast 30 Prozent.